• Tic-Störungen: Sie gehören zu den neurodivergenten Besonderheiten und äußern sich durch unwillkürliche Bewegungen oder Laute (Tics). Sie entstehen durch eine veränderte Verarbeitung und Steuerung von Bewegungsimpulsen im Gehirn und sind kein Zeichen mangelnder Selbstkontrolle oder geringer Intelligenz. Tics können je nach Situation in ihrer Stärke schwanken und werden häufig durch Stress oder Anspannung verstärkt. Mit Verständnis, Akzeptanz und einem unterstützenden Umfeld können Betroffene ihren Alltag meist gut bewältigen.

 

  • Tourette-Syndrom: Eine neurologische Entwicklungsstörung, bei der bestimmte Netzwerke im Gehirn Bewegungen und Impulse nicht so effektiv regulieren wie bei Menschen ohne Tourette. Die Folge sind Tics. Tourette ist die bekannteste Form einer chronischen Tic-Störung. Kennzeichnend ist das gleichzeitige Auftreten von motorischen und vokalen Tics, die meist bereits im Kindes- oder Jugendalter beginnen und sich im Verlauf verändern können. (Motorisch: Blinzeln, Schulterzucken, Kopfwerfen, Grimassieren. Vokal: Räuspern, Schnüffeln, Grunzen, Husten, Pfeifen oder das Aussprechen von Lauten/Wörtern)